Ambassador Matt rät: “Einfach machen”

Ambassador_Mat_Chec

Inhaltsverzeichnis

Es wird dringend Zeit, dass ihr unseren Ambassador Matt vernünftig kennenlernt. Dafür haben wir ihm 11 Interview fragen gestellt, die er (stets wie wir es von ihm gewohnt sind) auf authentische-entspannte Weise beantwortet hat. Immer mit einem ehrlichen Lachen und viel Kreativität im Kopf, macht er es uns unglaublich leicht, mit ihm zusammen zu arbeiten.

Matt hat sich auf Outdoor-, Abenteuer- und Livestyleforgrafie spezialisiert, was man auf seinem Instagramkanal oder auf seiner Website gut einsehen kann. Seine Bilder sprechen für sich genauso wie seine unkomplizierte Art.

Usedom
Quelle: @mat_chec (Instagram)

Wir sind sehr stolz auf Matt und dass er für uns Ambassador in Jordanien wird. Mit viel Vorfreude auf den 05. Juni 2022 warten wir gespannt auf seine unglaublichen Impressionen, die er mit uns teilen wird. Da Kooperationen für uns bedeuten, mit Menschen zu arbeiten, die authentisch sind, wissen wir das wir in Matt jemanden gefunden haben, der ein ehrliches Bild von unserer Reise widerspiegeln wird. Bleibt also gespannt, auf das was kommt- vielleicht kann er euch genauso sehr inspirieren wie uns.

Um ein besseres Bild von Matt zu bekommen, empfehlen wir herzlich, sein charmantes und amüsantes Interview durchzulesen. In nur 11 Fragen werdet ihr @Mat_chec ein bisschen besser kennenlernen dürfen.

Hey Matt, du warst schon in über 35 Ländern unterwegs und machst als talentierter Fotograf deinen Traum zum Beruf. Würdest du sagen, dass das deine Quelle der Inspiration ist und wenn, warum?

Bis jetzt arbeite ich noch fest bei Mercedes Benz in der Entwicklung und hab einen stinknormalen Bürojob. Fotografie mach ich also nebenbei, es ist ein guter Ausgleich zum Alltag. Ganz davon leben kann ich noch nicht, aber ich kann mir damit ganz gut meine Reisen finanzieren.

Damit ist natürlich klar, dass das Reisen eine Inspiration für mich ist, was meine Fotografie angeht. Ich fotografiere seit meiner Jugend. Damals habe ich einfach nur „rumgeknipst“ und beim Reisen wollte einfach die Erinnerungen und Momente festhalten.

Irgendwann bin ich dann auf Instagram gestoßen und habe dort die ganzen tollen Fotos gesehen. Somit habe ich mich nach und nach in die Fotografie eingearbeitet… Das ging nicht von heute auf morgen, sondern war ein langjähriger Prozess. Selbst heute lerne ich noch viel Neues dazu.

Somit war Instagram eine große Inspiration. Ich habe dadurch sehr viele coole Leute kennengelernt, die inzwischen auch zu meinen besten Freunden gehören. Wir teilen dieselbe Leidenschaft und unterstützen uns gegenseitig, wo es nur geht. 

Was liebst du am meisten am Reisen? Was inspiriert dich dazu, immer wieder ins Unbekannte aufzubrechen?

Ich liebe es einfach unterwegs zu sein und neue Orte und Kulturen zu sehen. Auch wenn es zuhause schön ist, mir wird schnell langweilig und ich muss einfach raus. Auch wenn es nur das Wochenende mit meinem Bulli im Allgäu ist.

Auf deinen vielen Abenteuern ist dir sicherlich schon eine Menge unbekanntes begegnet, was ist eines deiner absoluten Highlights?

Ohje..da gibts so einiges ^^ An was ich mich immer sehr gerne zurück erinnere, ist folgendes Szenario:
2012 war ich mit zwei Freunden auf einem Roadtrip durch den Ostblock unterwegs. Wir sind damals aus Trier gestartet, quer durch Deutschland mit Zwischenstopps in Österreich, Ungarn und Rumänien. Dann weiter über die Slowakei nach Polen. Es war Tag des EM-Eröffnungsspiels Polen gegen Griechenland. Wir wollten uns das Spiel unbedingt ansehen und sind in die nächstgelegene Stadt rein. Wir sind dann bei einem Public Viewing auf einem Marktplatz gelandet.


Da mein Kumpel auf dem Auto lauter Deutsche Flaggen an den Fenstern hatte, sind wir direkt aufgefallen. Kurz nachdem wir das erste Bier bestellt hatten, wurden wir von einer Gruppe Leute in unserem Alter angesprochen, wo wir denn herkommen. Da ich in Polen geboren wurde und fließend polnisch spreche, habe ich ihnen erzählt, dass wir auf einem Roadtrip sind und noch in die Ukraine fahren wollen. Wir wurden direkt an ihren Tisch eingeladen und einer von ihnen hat eine Flasche Wodka bestellt.

Als wir gefragt wurden, wo wir schlafen werden, habe ich erzählt, dass wir bisher immer auf dem Trip gezeltet hatten. Das schien wohl aber nicht akzeptabel, deswegen hat einer daraufhin gesagt: „Nix da mit Zelten. Wir trinken heute richtig und ihr seid meine Gäste..ihr schlaft heute bei mir.“ Also lange Rede, kurzer Sinn,… wir haben den ganzen Abend mit den Polen Wodka getrunken (ich kenn das von vielen Familienfeiern, aber meine zwei ‘Almanfreunde’ kannten so was noch nicht und hatten davor noch nie richtig Wodka getrunken ^^). Es endete so, dass die beiden morgens in der Wohnung aufgewacht sind, mit einem riesen Kater und voll mit aufgemalten polnischen Flaggen im Gesicht.

Was ich besonders fand war, dass unser Gastgeber wirklich sehr ärmlich gewohnt hat. Er hat zusammen mit seiner Mutter auf kleinstem Raum im Plattenbau gewohnt, es gab kein warmes Wasser usw. Und trotzdem hat er uns zu sich eingeladen und uns sogar Frühstück gemacht. Das habe ich sehr zu schätzen gewusst und ich erinnere mich sehr gerne daran zurück.

Und das Schlimmste? Gibt es einen Moment oder einen Ort, zu dem du es absolut bereust, gereist zu sein?

Ganz ehrlich…nöööh. Ich habe bisher noch nichts richtig Negatives auf meinen Reisen erlebt. 🙂

Ich hatte höchstens mal einen Ort, der etwas anders war, als man es sich vorgestellt hat. Beziehungsweise, ich tapp mit meiner Naivität und Gutgläubigkeit in eine Tourifalle rein,… passiert auch manchmal. Aber dann macht man natürlich das Beste aus seiner Situation.

Was mir noch einfällt, ist einmal, wo Freunde und ich uns eine fette Lebensmittelvergiftung in Norwegen geholt haben. Wir waren zu dritt nur mit dem Auto und einem Zelt unterwegs. Eines Abends wurde allen auf einmal schlecht, den Rest könnt ihr euch selber denken… Am nächsten Tag mussten wir die Fähre nach Dänemark bekommen. Ich bin dann 8 Stunden mit Fieber und Magenkrämpfen nach Oslo gebrettert, um die Fähre zu erwischen.

Bulli
Quelle: @mat_chec (Instagram)

Es gab schönen Wellengang nachts, was die Situation nicht besser gemacht hat. In Dänemark angekommen hatten wir dann noch 12 Stunden Heimfahrt vor uns. Das war nicht ganz so genial. Mir und einer Freundin ging es nach 2 Tagen wieder besser, mein Kumpel lag sogar eine Woche im Krankenhaus, den hatte es leider richtig zerrissen.

Wenn du dir eine deiner besuchten Destinationen aussuchen dürftest/müsstest, um dort zu leben, welche wäre es und warum?

Puuuh, das ist eine sehr schwierige Frage zu beantworten, ich könnte mich da gar nicht entscheiden. Ich liebe Südfrankreich. Am liebsten kleine Fischerdörfchen. Aber auch Skandinavien wie Norwegen- vor allem Lofoten oder Island und die Färöer. Die Natur dort ist genau mein Ding. Aber ich schwitze lieber, als dass ich friere. Der perfekte Ort wäre so was wie ein Mix aus Lofoten und den Färöern nur mit 30 °C im Sommer – und ich liebe es so sehr, wenn dort im Sommer die Sonne nie untergeht.

Deine erste Reise als offizieller Ambassador wird dich nach Jordanien führen. Was fasziniert dich am meisten an Jordanien? Was erwartest du von dem Abenteuer mit TripLegend?

Ganz klar: das Essen! Ich hab eine Kollegin, die stammt von dort. Und sie liebt es mir ständig neue Gerichte zum Probieren vorbei zu bringen. Aber natürlich auch die Kultur und die Landschaft. Ich freu mich riesig auf Amman, Petra und Wadi Rum.

Ich glaub, das wird auch ne richtig coole Truppe und somit keine Kaffeefahrt 😛 

Uns gegenüber hast du auch schon Faszination an unsere Nepalreise geäußert, warum ist auch diese Destination für dich eine Wunschreise?

Für mich, der Trekking liebt wie auch Berge zu besteigen, ist Nepal einfach der Endboss. Ich wollte schon immer in den Himalaja, wenigstens mal den Mount Everest sehen oder am Fuß von dem Berg stehen. Aber auch die buddhistischen Klöster zu besuchen und die Mönche kennenlernen – euer Reiseplan für Nepal ist einfach richtig cool und abwechslungsreich.

Fotografisch wäre Nepal einfach wunderschön. Leider habe ich es bisher noch nicht geschafft, dort hinzurreisen. Aber das kommt definitiv noch!

Rückblickend auf deine Fotografie Karriere, was war einer deiner faszinierendsten Momente und warum?

Da gibts auch so einige. Vor ein paar Jahren war ich für knapp 2 Wochen alleine auf Senja und den Lofoten unterwegs. Man kann dort echt fast an jeder Ecke anhalten und fotografieren.

Ich wollte unbedingt hoch auf einen Berg zu einen der schönsten Ausblicke dort. Es hat an dem Tag richtig heftig gestürmt. Das konnte mich allerdings nicht stoppen; bin dann trotzdem auf den Berg hoch. Ich meine, wenn man schon mal da ist, oder? Die letzten Meter musste man richtig klettern, was nicht so ganz ohne war, vor allem weil alles nass und rutschig war. Nach gut 3 Stunden bin ich oben angekommen und war komplett durchnässt.

Ich musste feststellen, dass man nichts gesehen hat. Alles war komplett mit Wolken und Nebel zugezogen. Sprich, es gab eine kurze Pause, und dann bin ich wieder 3 Stunden runter gewandert. Teilweise auf dem Hinterteil rutschend.

Unten angekommen musste ich erstmal trockene Klamotten anziehen und etwas essen! Während dessen hat sich das Wetter aufgelockert (auf, den Lofoten wechselt das Wetter echt alle 5 Minuten. Man kann im tiefsten Sturm stehen und 5 Minuten später hat man strahlenden Sonnenschein). Ich hab das Wetter auf dem Handy gecheckt und es sah die nächsten Stunden ganz gut aus. Also was machen?? Wieder hoch natürlich 😀

Somit habe ich mich 3 Stunden wieder hoch gequält und dann hatte ich einen der schönsten Sonnenuntergänge jemals. Die Kulisse sah aus wie bei Mordor aus Herr der Ringe. Ich saß dann noch eine Weile oben auf dem Berg und hab die Aussicht genossen. Manchmal muss man sich eben ein bisschen quälen, um ein paar gute Fotos zu schießen.

Lofoten 1
Quelle: @mat_chec (Instagram)

Als erfahrener Reisender, hast du für unsere Leser einen absoluten Travel hack?                                                                   

Einfach mal die Komfortzone verlassen und nicht zu verkopft sein. Einfach machen. Auch mal alleine reisen und auf sich selbst gestellt sein. Ich finde, das bringt einen persönlich weiter im Leben.

Mein Pro-Tipp: an beliebten Spots früh zum Sonnenaufgang da sein. Oft hat man dann die Spots für sich alleine.

Couchsurfing kann ich auch nur empfehlen. Ich habe so coole Leute kennengelernt, die dich an Orte hinbringen, die man so nicht auf dem Schirm hätte. In Südfrankreich hat mich mein Host auf ne Motorradtour und einen Nachtflohmarkt mitgenommen. Und in Norwegen hat mich ein Mädel, bei der ich geschlafen habe, auf eine 3-tägige Hüttentour mit ihren Freunden mitgenommen. So was hätte ich ohne Couchsurfing nie gehabt.

Hast du eine Empfehlung für alle, die noch keine Profifotografen sind, aber auf ihren Reisen gern schöne Fotos schießen möchten?

Rausgehen und einfach fotografieren. Versucht anfangs Fotos von euren Lieblingsfotografen zu kopieren. Das habe auch ich bei meinen Anfängen so gemacht. Schaut euch Tutorials auf YouTube an, auch das bringt einen unheimlich weiter. Kauft euch nicht gleich eine teure Kamera, Equipment ist oft overrated. Die macht nicht automatisch gute Fotos. Also meiner Erfahrung nach langt oft eine günstige Einsteigerkamera.

Ein weiterer Tipp wäre mit natürlichem Licht zu arbeiten. Dafür muss man aber bereit sein, früh aufzustehen. Das beste Licht gibt es vor und während des Sonnenaufgangs wie auch (natürlich) bei Sonnenuntergang.

Dann wäre da noch sich Inspirationen aus Bildbänden oder Instagram / anderen Plattformen zahlen. Es steigert die eigene Kreativität!

Und das Wichtigste ist: Sich nicht mit anderen Fotografen zu vergleichen und dabei zu meinen, man macht schlechte Fotos und wird nie auf das gleiche Level kommen. Es ist ein langer Prozess und umso mehr man „trainiert“, desto besser wird man. Patience is key. 

Bonusfrage: Wie kam es zu deinem Instagram Namen @Mat_Chec, unter dem unsere Leser dein TripLegend Abenteuer mitverfolgen können?

Öhmm..da war ich richtig, richtig kreativ…ist ne Abkürzung aus meinem Vor- und Nachnamen – ich glaub ich werde den irgendwann mal in heymatt umbenennen, das klingt ein wenig professioneller. 😀

Lofoten 3 3
Quelle: @mat_chec (Instagram)

Mehr über unsere Jordanien Reise kannst du auf unserer Website einsehen oder schaue bei dem Interview mit Ambassador Lizzy vorbei, die ebenfalls mit uns Jordanien erkunden wird.

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