Wallis – 4 Tage mit Schweizer Tourismus auf Entdeckertour

Inhaltsverzeichnis

Norbert, bei Triplegend verantwortlich für das Business Development, durfte auf Einladung des Schweizer Tourismus und des Kanton Wallis an einer 4-tägigen Medienreise teilnehmen. Im Mittelpunkt der Reise standen touristische Highlights der Region, aber auch die kritische Auseinandersetzung mit den sichtbaren Folgen des Klimawandels.

Ein Bericht über das Wallis und die Veränderungen durch den Klimawandel.

Tag 1: Anreise und Get together

Die Anreise erfolgte für alle Teilnehmer der Medienreise mit dem Zug ins Kanton Wallis. Dank des Swiss Travel Pass kann man die Schweiz mit nur einem einzigen Fahrausweis entdecken und so mit dem öffentlichen Verkehr, wozu Bus, Bahn, Schiffe und ausgewählte Berggondeln & Panoramazüge zählen, die schönsten Gegenden bereisen. Treffpunkt ist die Riederalp.

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Die Riederalp, die Fiescheralp und die Bettmeralp sind typische Ortschaften im Wallis mit seinen historischen Walliser Häusern, Chalets und einer Handvoll Hotels. Die 3 Alps liegen alle auf ca. 2.000m, sind komplett autofrei und auf einen umweltfreundlichen Betrieb bedacht. Ein wichtiges Paket an Maßnahmen, um den Klimawandel entgegenzuwirken.

Am Abend wurde ein Get Together mit David Kerstens von Aletsch Arena und Miriam Nussbaumer von Wallis Promotion organisiert, die uns Einblick in die Geschichte des Wallis gegeben haben. Das liebevoll eingerichtete Golfhotel Riederhof ist für zwei Tage unsere Unterkunft.

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Das Wallis ist bekannt für seine bis zu 300 Sonnentage im Jahr, begünstigt durch die hohen umliegenden Gebirgsketten. Zudem ist die Region mit den zahlreichen Bergseen, Suonen (Bewässerungskanäle), Gletscher, Wäldern und kilometerlangen Wanderwegen ein Must Do für alle Kletterer, Mountainbiker, Wanderer, Paraglider und Naturliebhaber. Auch kulinarisch hat das Wallis vieles zu bieten. Unbedingt probieren sollte man lokale Köstlichkeiten wie die außergewöhnlichen Weine, das knusprige Roggenbrot, den wenig bekannten Safran aus Munder und vor allem den herzhaften Raclette Käse.

Tag 2: Aletsch Gletscher und Villa Cassel

Höhepunkt des Tages ist der 22,6km lange Aletschgletscher. Der Aletschgletscher ist der größte Gletscher der Alpen und Teil des „UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch“. Der Tag beginnt mit einem gemütlichen Spaziergang zur Talstation der Moosfluh-Gondelbahn. Die Fahrt dauert ca. 15 Minuten und bringt uns auf 2.333m u.M.  

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In der gesamten Aletsch-Arena genießt man den atemberaubenden Blick auf mehr als 40 der insgesamt über 80 Viertausender Berge in den Alpen (z.B. Matterhorn, Weisshorn, Dom, Jungfrau, Eiger, Mönch). Mit über 317 Km Wander- und Themenwege, ganzjährig Klettersteige und Gletschertouren findet in diesem Gebiet jeder Wanderschuh unvergessliche Aus- und Augenblicke. Wintersportfans kommen mit 36 Skianlagen und 104 km Pisten ebenso auf ihre Kosten. Im gesamten Wallis gibt es über 8.000 km markierte Wanderwege: hinauf auf hohe Gipfel, durch duftende Lärchenwälder, entlang von historischen Routen oder waghalsig über Hängebrücken.  

Vom Moosfluh Viewpoint aus genießt man einen spektakulären Ausblick auf den 81,7km2 großen Aletschgletscher (Fläche von 79 Km2) – der auf den zweiten Blick und mit Erklärung durch unseren Guide David – die Schattenseiten der Erderwärmung offenbart. Durch farbliche Unterschiede im Gestein ist gut erkennbar, welche Masse an Eis und Schnee der Gletscher zwischen 1860 und heute verloren hat. Und leider setzt sich dieser Prozess von Jahr zu Jahr immer schneller fort. Nach Expertenmeinungen wird der Gletscher im Jahre 2050 in seinen Ausläufen komplett verschwunden sein!

An einem heißen Sommertag verlassen pro Sekunde bis zu 60 Kubikmeter Wasser das Gletschertor. Das sind 60.000 Liter in einer einzigen Sekunde! So verliert der Gletscher im Sommer bis zu 20 Zentimeter Höhe am Tag. Anschauungsunterricht für Schulklassen par excellence. Das Gletscherwasser wird in Stauseen aufgefangen und zur Stromerzeugung und Wasserversorgung genutzt. Doch immer öfter geht aufgrund von Wetterextremen diese Rechnung nicht auf, sodass letztendlich auf Importe zurückgegriffen werden muss.      

Diese Offensichtlichkeit des Klimawandels macht nicht nur uns, sondern auch den anderen Wanderern um uns herum sehr betroffen und wir kommen ins Gespräch.

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Auf unserer weiteren 1,5 stündigen Wanderung zum Bergrestaurant Riederfurka hallt dieses Gefühl noch nach und wir genießen die Schönheit und Einzigartigkeit dieses empfindlichen Ökosystems umso mehr. Im Restaurant werden wir auf über 2.000m mit Sternekochniveau und einem italienischen Koch überrascht, der Moderne und Charme auf die Alp bringt.

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Die mondäne Fachwerkvilla Cassel, 2. Tagespunkt auf dem Programm, war Anfang des 20. Jahrhunderts einst Sommersitz des englischenBankier Sir Ernest Cassel, in dem – neben vielen illustren Gästen – auch Churchill gastiert hat. Nach dem Tod des Finanziers, wurde es als Hotel geführt und beherbergt nun seit 40 Jahren ein Umwelt- und Naturschutzzentrum des ProNatura Zentrum Aletsch. Die Einrichtung hat sich dem Schutz der Natur in der Aletsch Arena mit ihrer bedrohten Fauna und Flora verschrieben. Die Villa selbst wird seit 2019 durch Photovoltaik-Anlage und Luft-/Wasser-Wärmepumpe CO2-neutral betrieben. In sehr anschaulichen Ausstellungen und Exkursionen wird der Klimawandel und damit der Einfluss auf die Gletscher in der Region thematisiert und vor allem Schulgruppen eindrucksvoll vermittelt.

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Am Abend geht es zu Fuß zurück ins Hotel, wo die Eindrücke vom Tag in einer geselligen Runde reflektiert und diskutiert werden. Die Teilnehmer sind überzeugt, dass ein Austausch mit den Gemeinden ernorm wichtig ist, ebenso wie die Berichterstattung.  

Tag 3: Matterhorn

Das Matterhorn, Aushängeschild eines ganzen Landes.

Das Matterhorn In Der Schweiz

Rein elektrisch fahren wir mit Christoph Andereggen von der „Matterhorn Gotthard Bahn“ ins Hoch der 29 Viertausender Riesen. Die Fahrt bringt uns von Visp (625m ü.M.) nach Zermatt und mit der Gornergrat Zahnradbahn noch höher auf den Gornergrat (3.089m ü.M). Die beiden Bahnen, die den Aufstieg ermöglichen, fahren zu 100% mit Strom aus Wasserkraft, wobei die Motoren bei der Talfahrt zusätzlich als Generatoren dienen und so Strom ins Netz einspeisen. Die Waggons sind sehr bequem ausgestattet, mit ausreichend Sitzplätzen versehen und vor allem großen Fensterscheiben für das faszinierende Bergpanorama.

Vom Gornergrat aus genießt man mit Abstand den schönsten Ausblick auf das schroffe Matterhorn. Selten wolkenfrei, aber umso spannender, wenn er für kurze Zeit sein ganzes Ausmaß preisgibt. Das Matterhorn ist trotz seiner 4.478m nicht der höchste Berg der Schweizer Alpen. Den Namen hat sich mit 4.545m der Dom verdient. Die Erstbesteigung des Matterhorns gelang übrigens im Jahre 1865. Seitdem entwickelt sich der Tourismus, der 1890 rund 8.000 Gäste ins Gebiet brachte. 8 Jahre später, nach nur zwei Jahren Bauzeit, nahm die GGB Gornergrat-Bahn ihren Betrieb auf.

Die Schwarznasenschafe sind (neben Steinadler und Murmeltier) das tierische Aushängeschild im Gornergrat Gebiet. Nase und Hufe sind schwarz, der Rest des Fells ist weiss, die Hörner sind spiralförmig. Vor 2 Jahren wurde Deborah Kressebuch als Hirtin beauftragt; seitdem kümmert Sie sich in den Sommermonaten um die Schafe und gibt auch geführte Touren. Sie durften wir kennenlernen und gemeinsam mit ihr die Schafe über die Wiesen treiben.

Die lebenslustige Künstlerin hat uns auch offenbart, warum der Schutz der Tiere so wichtig ist. Dies hat einen einfachen Grund. Der Wolf breitet sich im Wallis vermehrt aus und führte im Jahr 2020 zu 220 gerissenen Nutztieren. Interessantes Feature: mittels GPS und App können einige der Schwarznasenschafe durch jeden Touristen geortet werden. Deborah ist im Sommer nicht nur Hirtin, sondern auch Künstlerin, Malerin (www.kressebuch.com) und im kalten Winter geht es ab nach Portugal zum Kite-Surfen.

Für die letzte Nacht ist das Stockalperhof am Marktplatz von Brig unser Platz zum Schlafen.  

Tag 4: Der Simplon Pass

Der letzte Tag der Reise bricht an und nach einem reichhaltigen Frühstück treffen wir gestärkt Ana-Lena Kronig vom Brig Simplon Tourismus. Sie begleitet uns bei der Fahrt mit dem Postauto auf den Simplon Pass hinauf zur kargen Hochgebirgslandschaft, der anschließenden Wanderung durch das Hochmoor, dem historischen Stockalperweg und dem Besuch des traditionellen Dorfes Simplon.

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Wie die Tage zuvor bekommen wir zahlreiche Informationen zur Region, der Geschichte und den lokalen Veränderungen von Flora und Fauna durch den Klimawandel. Vor allem die ausgetrockneten Hochmoore und die vertrockneten Sträucher fallen uns sofort ins Auge. Eine Entwicklung die sich in den letzten Jahren schon vermehrt abgezeichnet hat.

Der Simplon Pass war die erste Straße über die Alpen – von der Schweiz nach Italien – und geht auf die Gründungsväter Napoleon Bonaparte und Nicolas Céard zurück. Er gehört zu den wichtigen Nord-Süd-Verbindungen der Alpen und bietet ein schroffes Alpenpanorama. Auf der Passhöhe auf 2005m befindet sich ein acht Meter hoher Steinadler und erinnert an den 2. Weltkrieg.

Der Stockalperweg gilt als verbindendes Element zwischen Stadt, Land und den Bergen, der von Brig über den Simplonpass, nach Gondo (Grenzübergang nach Italien) und weiter nach Domodossola (Italien) führt. Den Stockalper Wanderweg säumen rauschende Bäche, einsame Täler, farbenprächtige Lärchenwälder und blühende Alpenflora. Definitiv eine ein bis drei Tageswanderung wert.

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Das Dorf Simplon gilt als eines der ältesten und dabei schönsten Dörfer der Schweiz. Die typischen Steindächer erinnern oftmals an Italien und das Dorfzentrum ist von historischen Gebäuden, mit teils heute noch alten, aber erhaltenen Betrieben und Gewerken, umgeben. So können heute noch eine Bäckerei, Sennerei und Restaurants besichtigt werden, die zum Verweilen einladen.

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Zurück geht es wieder mit dem gelben Postauto nach Brieg. Von hier aus verabschieden sich alle Teilnehmer und treten ihre Rückreise nach Deutschland an.

Für mehr Reiseinspiration folge unserem Instagramkanal @triplegend oder lerne mehr über die Berge Nepals im TripLegend Magazin.

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