Tiffany: Lehrerin, Flugbegleiterin und Reisebloggerin

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Inhaltsverzeichnis

Tiffany erzählt uns, wie sie als Flugbegleiterin die Welt entdeckt, einem festen Job als Lehrerin nachgeht und gleichzeitig ihre Leidenschaft des Reisebloggens auslebt.

Möchtest du uns ein wenig über dich erzählen?

Mein Name ist Tiffany, ich bin 29 Jahre alt und komme aus der Nähe der schönen Stadt Heidelberg. Seit 2 Jahren bin ich Lehrerin für die Fächer Englisch, Erdkunde, und Alltagskultur & Gesundheit. Wie du an meiner Fächerwahl vielleicht erahnen kannst, haben mich Sprachen, Kulturen und die Welt schon immer sehr interessiert, weshalb ich mich nach meinem Lehramtsstudium dazu entschieden habe, als Flugbegleiterin zu arbeiten, um mir meinen Wunsch, die Welt noch besser kennenzulernen, zu erfüllen.

Du hast mehrere Jahre lang als Flugbegleiterin gearbeitet. Ist das der Grund für deine Faszination am Reisen oder wolltest du schon von Kindesbeinen an die Welt erkunden?

Die Faszination des Reisens wurde mir von meinen Eltern mitgegeben. Im Alter von 16 Jahren ging ich für ein High School Jahr nach Missouri, Amerika. Hier wurde mir auch klar, dass man am besten reist, wenn man wirklich tief in die Kulturen eintaucht und Teil von ihnen wird. Es folgten längere Aufenthalte in Costa Rica, Fiji und Bali. Durch den Job als Flugbegleiterin durfte ich auch in Länder reisen, die ein „normaler“ Tourist eher weniger bereisen würde, wie zum Beispiel Turkmenistan, Äquatorialguinea oder Kasachstan.

Flugbegleiterin Tiffany
Photo by @tiffanymlk on Instagram

Inwiefern unterscheidet sich das Reisen als Flugbegleiterin von privaten Reisen und hat man während eines Rundflugs genug Zeit, sich die Städte anzuschauen?
Bei einer Rundreise hat man in der Regel „nur“ 1-3 Tage an einem Ziel, aber man hat den Luxus, innerhalb eines Monats mehrere Ziele besuchen zu können. Ich habe versucht, jedes Mal so viel wie möglich zu erkunden und zu erleben, auch wenn der Schlaf dadurch manchmal etwas zu kurz kam. Da man auf privaten Reisen in der Regel viel mehr Zeit hat, muss man die Tage nicht so vollpacken, aber auch da fällt es mir schwer, mich zu entspannen, wenn ich weiß, dass es in einem „fremden“ Land so viel zu entdecken gibt.

Während deiner Zeit als Flugbegleiterin hast du eine Menge Zeit im Flugzeug verbracht. Hast du irgendwelche Tipps für unsere TripLegend, wie man lange Interkontinentalflüge angenehmer gestalten kann?
Trink, trink, trink – und nein, ich meine nicht Alkohol 😀 Auch kleine Dehnübungen am Flugplatz sind gut für den Körper (je nach Fluggesellschaft gibt es sogar Videos im Bordprogramm). Und wenn du zu den Menschen gehörst, die immer und überall schlafen können (wie ich), vergeht der Flug natürlich wie im Flug.

Auf einem Flug treffen viele verschiedene Menschen aufeinander, was manchmal zu lustigen Situationen führt. Erinnerst du dich an einen Gast oder eine Situation ganz besonders?
Eigentlich war fast jeder Flug lustig, zum einen wegen der Kollegen, mit denen man trotz Müdigkeit und Stress immer etwas zum Lachen findet, zum anderen aber auch wirklich wegen dieser bunten Schar von Menschen, die mehrere Stunden auf engstem Raum zusammen verbringen müssen. Es ist zum Beispiel auch schon vorgekommen, dass du dich mit Passagieren so gut verstehst, dass sie dir am Ende des Fluges ihre Adresse aufschreiben und dich zu sich nach Hause in Kanada einladen.

Kannst du dich an einen Flug erinnern, auf dem es entweder starke Turbulenzen gab oder ein Gast dir das Arbeiten erschwert hat?
Zum Glück kann ich mich an keinen Gast erinnern, der mir die Arbeit wirklich erschwert hat. Unangenehm wird es, wenn die Gäste zu betrunken sind oder es fast zu einer Massenschlägerei unter den Passagieren kommt wegen unnötiger Rückendiskussionen. Einmal schlug auch ein Blitz kurz nach dem Start in das Flugzeug ein, was durch den lauten Knall einen kurzen Schreckmoment verursachte, aber in der Regel keine größeren Schäden am Flugzeug verursacht.

Jetzt, wo du nicht mehr fliegst, musst du wieder selbst entscheiden, wohin du gehen willst. Du reist normalerweise zusammen mit deinem Freund, wie entscheidest du, wohin es als nächstes gehen soll?
Diese Entscheidung fällt uns eigentlich nie schwer, denn fast jeder Winkel der Erde reizt uns. Aber wir versuchen immer, in neue Länder zu reisen. Entscheidende Faktoren sind natürlich das Klima zum Zeitpunkt der Reise. Wir informieren uns im Vorfeld, was das Land zu bieten hat. Wichtig ist für uns ein buntes Angebot an Natur, Kultur, Sehenswürdigkeiten und Essen.

Ich suche nach Informationen auf anderen Reiseblogs oder auf Instagram. Bevor wir unsere Reise antreten, schreibe ich uns einen groben Reiseplan, um möglichst viel ohne Stress mitnehmen zu können. Basierend auf unseren eigenen Erfahrungen erstellen wir nach der Reise einen Reiseblog, um anderen Reisenden von unseren Lieblingsorten zu berichten und die Planung zu erleichtern.

Und nun zu deinen vergangenen Reiseerlebnissen. Was ist deine inspirierendste Reiseerinnerung? Und wo war es?
Im Jahr 2013 bin ich relativ spontan alleine nach Sulawesi, Indonesien, geflogen. Als ich dort ankam, wurde mir von Einheimischen empfohlen, in einen Bus Richtung Norden zu steigen. 10 Stunden lang saß ich zwischen Hühnern, Zigarettenrauch und schlafenden Omas. In Tana Toraja angekommen, fand ich mich in einer Kultur wieder, in der sich alles um den Kult der Toten dreht.

Nach ein paar Tagen zwischen wunderschönen Reisterrassen, grünen Bergen und Kaffeeplantagen traf ich einen Einheimischen, der mich sogar zu einer Beerdigungszeremonie mitnahm, bei der Hunderte von Gästen tanzten und musizierten. Traditionell werden hier auch Opfergaben dargebracht, und so wurde ich Zeuge, wie mehrere Wasserbüffel geopfert wurden. Schockierend, herzzerreißend, und doch Teil einer alten Tradition. Dieses Erlebnis wird mir für immer in Erinnerung bleiben.

Sulawesi
Photo by @tiffanymlk on Instagram

Welchen Ort kannst du einfach nicht vergessen? Und sollte er auf der TripLegend Bucketlist stehen?
Puh, ich kann mich kaum entscheiden. Im Rahmen meines Studiums habe ich ein Auslandssemester auf Bali verbracht. Manch einer mag denken „Bali – ausgelutscht“, aber auch hier gibt es fernab vom Massentourismus so viel zu entdecken. Die kleine Insel hat so viel zu bieten, von steilen Vulkanen über saftig grüne Reisfelder, die perfekten Wellen, bunte Korallenriffe, rote Sonnenuntergänge, balinesische Zeremonien, leckeres Essen, Yoga und vieles mehr. Auch Sri Lanka, Fiji oder Island können wir wärmstens empfehlen und ich könnte mir aufgrund der Vielseitigkeit wirklich vorstellen, auf der TripLegend Bucketlist zu stehen!

Bali
Photo by @tiffanymlk on Instagram

Möchtest du uns noch etwas mitteilen?
Natürlich ist es total schade, dass die Tourismusbranche in den Zeiten von Corona sehr zu leiden hat. Dass Privatpersonen in ihrem Reiseverhalten eingeschränkt sind, ist wohl eher ein Luxusproblem. Aber Reiseanbieter, Fluggesellschaften und Länder, die auf den Tourismus angewiesen sind, trifft es wirklich hart. So bleibt für alle zu wünschen, dass es sehr bald wieder möglich ist, diesen schönen, vielseitigen und bunten Planeten zu bereisen!

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