Merzbacher See

Kirgistan

Ein mysteriöser Gletschersee, welcher sich jedes Jahr aus unerklärlichen Gründen in einem selten gesehenen Spektakel entleert.

Dort wo sich der nördliche und der südliche Teil des Engilchek Gletschers treffen, wartet ein einmaliges Naturspektakel, welches sich zuvor nur einigen glücklichen Zuschauern gezeigt hat. Die Rede ist vom Merzbacher See, welcher sich jährlich entleert, sobald er durch das Schmelzwasser des Gletschers gefüllt wird. Dies passiert meist einmalig im August, selten kann dieser Vorgang auch zweimal auftreten, in den letzten Jahren sogar bereits im Juli. Da die Reise zum Merzbacher See mindestens vier Tage dauert und der Zeitpunkt des Spektakels nicht genau definiert werden kann, wird hauptsächlich Glück benötigt, um Zeuge dieses unerklärlichen Ereignisses zu werden.

Entdeckt wurde dieser spezielle Gletschersee von Gottfried Merzbacher im Jahr 1903, daher auch die Namensgebung. Der deutsche Geograf war auf dem Weg zum Fusse des Khan-Tengri Gipfels, als er den See zum ersten Mal sah. Auf seinem Rückweg nur knappe drei Tage später war das Wasser jedoch verschwunden und Eisblöcke bedeckten den Seeboden. Als er ein Jahr darauf wiederkehrte, zeigte sich der See erneut gefüllt mit Gletscherwasser und Gottfried Merzbacher schloss daraus, dass es sich um einen jährlichen Zyklus handeln muss. Entdeckern, denen es gelungen ist diese Seltenheit mit eigenen Augen zu sehen berichten, dass die Entleerung des Sees innert kürzester Zeit abläuft und eine ohrenbetäubende Menge an Lärm produziert. Das Wasser entschwindet durch Kanäle im Eis des Gletschers und fließt letztendlich in den Engilchek-Fluss.

Aus welchen Gründen und wie genau sich der See entleert ist umstritten. Verschiedene Theorien liefern mögliche Erklärungen, bis jetzt konnte jedoch keine komplette Erklärung gefunden werden. Vermutet wird, dass mit steigendem Wasserpegel eine Eisschicht am Grund des Sees gelöst und nach oben getrieben wird, worauf das Wasser durch freigelegte Kanäle im Gletscher abfließt. Sinkt der Wasserspiegel, treibt auch die Eisschicht wieder zu Boden und verschließt die Ausgänge, wodurch sich der See erneut füllen kann. Die genauen Umstände sind jedoch weitgehend unbekannt und so hütet der Merzbacher See weiterhin das mysteriöse Geheimnis seiner jährlichen Entleerung.

Da der Merzbacher See innerhalb der Grenzzone zu China liegt, ist es zwingend nötig, sich vor Anreise die richtige Bewilligung für den Aufenthalt zu besorgen. Der See kann durch eine viertägige Wanderung, welche den Gletscher überquert, erreicht werden. Wer möchte, kann seine Reise bis zum Basis-Camp des Khan Tengri weiterführen.

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Fun Fact

Einige der im Wasser treibenden Eisblöcke sind so groß wie ein Gebäude mit fünf Stockwerken!

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