Meteora Klöster

Griechenland

Steile Klippen, schwindelerregende Höhen und UNESCO Weltkulturerbe - Die schwebenden Klöster von Meteora.

Die Meteora-Klöster sind eine Ansammlung von mehreren Griechisch-Orthodoxen Klöstern, welche auf bis zu 600 Metern hohen Sandsteinformationen stehen. Sie befinden sich wenige Kilometer von der Stadt Kalabaka entfernt und zählen heute als einer der wichtigsten Klöster-Komplexe Griechenlands. Früher konnten die Gebäude nur über Strickleitern und Seile erreicht werden, heute gestaltet sich der Weg für Besucher um einiges einfacher.

„Meteora“ ist Griechisch und bedeutet „in der Luft schwebend“. Die Klöster tragen diesen Namen zurecht, da sie bei Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit aussehen, als ob sie in den Wolken schweben würden. Die Lage am Pindosgebirge, am Rand der Ebene von Thessalien und die zahlreichen durch Gezeiten geschaffenen Säulen machen die Landschaft außerdem zu einem einmaligen Anblick. Einige Mönche im 14. Jahrhundert hatten einen ähnlichen Gedanken und sahen in den obskuren Gesteinsformationen die perfekte Gelegenheit, um sich vor den vermehrten Invasionen der Türkei zu schützen. Vereinzelte Eremitenmönche sollen jedoch bereits seit dem 9. Jahrhundert die Höhlen in den Steinsäulen bewohnt haben. Mit der Ankunft des geflüchteten Mönches Athanasios, welcher im Jahr 1344 das Kloster Metamórphosis gründete, begann die Blütezeit der Meteora-Klöster. Auf dem Höhepunkt bildeten 24 Klöster den Komplex, heute sind nur noch sechs davon bewohnt und für Besucher geöffnet. Die Klöster wurden im Jahr 1988 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet.

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts konnten die Klöster in schwindelerregender Höhe nur über Strickleitern oder Netze, welche den Berg hinauf gezogen wurden, erreicht werden. Der Besuch erforderte dementsprechend eine Menge Mut, denn die Seile wurden jeweils erst ersetzt, wenn „Gott sie reißen ließ“. Erst in den 20er Jahren wurden Stufen in die Felsen aus Sandstein und Konglomerat gemeißelt und die Klöster mit Brücken verbunden, um den Zugang zu erleichtern. Im Laufe der Zeit wurden viele der einst zahlreichen Klöster Opfer von Verwitterung, Bomben aus dem 2. Weltkrieg oder wurden einfach verlassen. Heute sind nur noch sechs der Klöster von entweder Mönchen oder Nonnen bewohnt und öffentlich zugänglich. Namentlich sind das die Klöster Metamórphosis, Varlaám, Rousánou, Agía Triáda, Agios Stéfanos und Agios Nikólaos Anapavsás. Sie zeigen einzigartige Gemälde, Knochen von vergangenen Bewohnern und sind Zuhause für einige herumstreunende Katzen. Wegen des außergewöhnlichen Aussehens sind die Klöster und die umliegende Landschaft ein beliebtes Ziel für Fotografen und die hohen Felsen gelten bei Profi-Kletterern als ein Favorit in Griechenland.

Jedes der bewohnten Meteora-Klöster kann besichtigt werden. Sie sind ebenfalls nie alle gleichzeitig geschlossen, da der Ruhetag immer jeweils an einem anderen Tag stattfindet. Wenn du ein spezielles Kloster besuchen möchtest, solltest du also im Voraus abklären, wann es geöffnet hat. Die meisten der Klöster können dank der Stufen und Brücken relativ einfach erreicht werden, bei einigen ist ein bisschen mehr körperliche Anstrengung notwendig, als bei anderen. Ein Besuch ist sowohl individuell, wie auch als Teil von vielen Tagestouren aus größeren Städten in der Nähe möglich. Bei einem Besuch gibt es eine gewisse Kleiderordnung; Hosen und Röcke/Kleider sollten stets über die Knie reichen und die Schultern bedeckt sein. Teilweise werden Besucherinnen gebeten, eine bereitgestellte Schürze über den Hosen zu tragen. Außerdem ist das Klettern oder sogar ein Anstieg zu den unbewohnten Ruinen ohne Guide und die nötige Erfahrung nicht zu empfehlen und kann sehr gefährlich sein.

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Fun Fact

Die spektakulären Klöster und ihre Umgebung waren schon Kulisse von vielen berühmten Szenen. Darunter sind der James-Bond-Film „For Your Eyes Only“ und „Hohenehr“ (orig. The Eyrie) aus Game Of Thrones. Bei Letzterem wurde eines der Klöster digital verändert.