Skaska Canyon

Kirgistan

Ein Ort aus einem Märchen oder doch eher die Oberfläche des Mars? - die Skaska Schlucht scheint nicht aus dieser Welt zu sein.

Aufgrund seiner übernatürlichen Erscheinung trägt diese Schlucht nicht zu Unrecht den Namen Skaska Canyon, russisch für „Märchenschlucht“. Hier haben die Erosionskräfte im Verlaufe der letzten Jahrhunderte einen farbenfrohen Canyon geformt, welcher sich mit mehreren Verzweigungen über eine Länge von 5 Kilometern erstreckt.

Am Rand des Issyk-Kul Sees liegt der Eingang in eine andere Welt. Der Skaska Canyon wurde durch Wetter, Eis und Wind zu einem Ort geformt, der ebenso die Oberfläche des Mars sein könnte. Unzählige mystische Gesteinsformationen regen die Vorstellungskraft an und so wurden in den roten Hügeln bereits Drachen, Schlangen, Pinguine und sogar eine Art chinesische Mauer erkannt. Als Kontrast zu den warmen Farben des Gesteins wachsen an einzelnen Stellen kleine Sträucher und man könnte fast meinen, nicht mehr im grünen Kirgisistan, sondern in einer Wüste zu sein.

Die Legende hinter der Entstehung der Schlucht spielt in einer Zeit, als es den Issyk-Kul See noch nicht gegeben hat und das Gebiet von reichen und mächtigen Städten besiedelt wurde. In einer dieser Städte lebte ein wunderschönes Mädchen bis sich eines Tages ein Drache in die Schönheit verliebte und sogleich um ihre Hand anhielt. Das Mädchen wies den Drachen jedoch ab und dieser drohte das Tal mit einem Fluch zu belegen, bis sie ihre Meinung ändert. Jeden Vollmond sorgte der Drache dafür, dass das Wasser in den Brunnen ansteigt und das Tal überflutet. Die Anwohner wussten sich aber zu helfen und deckten die Brunnen bei jedem Vollmond mit goldenen Deckeln ab, um das Wasser zu stoppen. Abwechselnd kontrollierten sie die Deckel, bis zu dem Tag, an dem das schöne Mädchen selbst vergaß, sie zu schließen. Das Tal wurde überflutet und der Issyk-Kul See entstand. Als der Drache aufwachte und den See erblickte, war er so geschockt, dass er sofort zu Stein erstarrte.

Skaska Canyon ist einfach zu erreichen und bereits an der Hauptstraße entlang des Flussufers beschildert. Der Eintritt kostet ca. 50SOM pro Person. Gutes Schuhwerk ist empfehlenswert, um auf der Entdeckungstour durch die Schlucht keine Verletzungen zu riskieren. Glücklicherweise schneit es hier nur selten und Regen kommt ebenfalls nicht allzu oft vor, weshalb der Canyon ganzjährig einen Besuch wert ist.

Lust herauszufinden, welche spannenden Formen sich in den Felsen verstecken? Auf unserem Kirgisistan-Trip machen wir einen Halt bei der Märchenschlucht!

Fun Fact

Ob nun ein Drache für den Issyk-Kul See verantwortlich ist oder nicht, ein Stück Wahrheit liegt trotzdem in der Legende. Archäologische Unterwasseruntersuchungen haben Spuren von vergangenen Zivilisationen am Grund des Sees hervorgebracht. In welcher lebte wohl das schöne Mädchen?

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